Archiv für den Monat: Juli 2017

Keine Ruhe nach dem Sturm

Gleich nachdem wir in Werlte mit der deutschen Meisterschaft fertig waren, ging es knapp 400 KM weiter für uns auf das Rennen am 23.07. in Angenrod. Nach einer anstrengenden Fahrt, kamen wir früh morgens auf dem Rennplatz an und sahen, dass nicht nur in Werlte der Sturm gewütet hatte. Auch in Angerod zeichnete sich das Unwetter durch zerstörte Zelte und einer sehr schlammigen Rennstrecke aus. Wir gingen erst einmal für wenige Stunden schlafen und hofften, dass sich die Strecke im Laufe der Stunden noch verbessern würde. Doch auch zum Training sah die Stecke nicht besser aus. Nur wenige Gespanne wagten sich zum Training. Wir allerdings nicht. Für uns machte es keinen Sinn, diese außerordentlich verschlammte Strecke zu testen. Somit warteten wir den Renntag ab, bis es zum tatsächlichen Rennen kam. Die Streckenverhältnisse besserten sich und wir gingen, durch absagen anderer Gespanne, an diesem Renntag immer nur zu dritt an das Startband. Im ersten Lauf hatten wir den Start sehr schlecht erwischt und hatten somit die Position drei. Allerdings wurde dieser Lauf durch einen schweren Sturz durch Team Venus abgebrochen. Da Venus/Heiß auf Grund von Verletzungen den ganzen Tag nicht mehr starten konnten, wurde der Rerun des ersten Laufes nur mit Team Godden und uns gestartet, in dem Godden/Smith gewannen. Im zweiten Heat waren die Bahnverhätlisse schon wieder etwas anders und wir taten uns etwas schwer. Trotzdem fuhren wir als erstes durchs Ziel und sicherten uns drei Punkte. Dadurch, dass wir es nicht stimmig fanden im zweiten Lauf, änderten wir wieder einige Sachen, von denen wir dachten, dass dies besser für uns funktionieren würde. Leider war das eine Fehlanzeige. Wir kamen zwar sensationell vom Start weg, allerdings fehlte es uns in den Kurven an Vorschub, so dass wir auf den letzten Platz zurück flogen. In der letzten Runde wollten wir noch eines der Gespann Teams überholen, was uns aber zum Verhängnis wurde. Da wir mit zu viel Schwung aus der Kurve raus kamen, hat es uns so weit nach außen getrieben, dass wir die Bahn verlassen haben und wurden dadurch in diesem Lauf disqualifiziert. Somit hatten wir im Gesamtklassement den 4. Platz eingefahren.

Deutsche Meisterschaft

am 22.07. fand die diesjährige deutsche Meisterschaft am Hümmling Ring in Werlte statt. Das Wetter war zu Beginn des Tages recht gut und auch wir waren wie immer guter Dinge. Die Bahn war gut präpariert und das Training, wie auch das Startband Training, dass wir zwei mal gewannen, lief Klasse. Auch der 1. Lauf war nicht zu verachten. Lange konnten wir uns an erster Position halten, bis wir in der letzten Runde leider doch noch überholt wurden. Lauf zwei fing sehr gut an. Wir kamen wieder sehr gut vom Start weg und gaben alles was wir konnten. Allerdings hatten wir in der letzten Runde in diesem Lauf einen miesen Motorplatzer und verschenkten somit wertvolle Punkte. Wir mussten auf die schnelle für den nächsten Lauf den Motor wechseln und bekamen dies zum Glück noch rechtzeitig hin. Nun hatten wir alle ein anderes Problem. Während am Himmel schon schwarze Wolken und Blitze entlang zogen, traten wir unseren 3. Lauf von eigentlich 4 an. Auch in diesem Lauf kamen wir gut vom Start weg und fuhren eine Zeit lang auf erster Stelle vorne weg. Dies änderte sich allerdings Anfang der zweiten Runde, als uns Team Venus überholte. Nichts desto trotz konnten wir den zweiten Platz einfahren und somit wichtige 3 Punkte. Nach diesem Lauf waren wir wieder guter Dinge und de Motorplatzer war fast vergessen. Nur meinte es der Wettergott nicht gut mit uns allen. Aus den schwarzen Wolken und Blitzen wurde ein kleiner schauer zu einem tosendem Sturm. Es blitze, donnerte, goss wie aus Eimern und der Wind gab den Rest zu diesem Wetter. Schlagartig rannte jeder zu seinem Team Platz um alles vor diesem Wetter zu retten, sei es durch weg stellen der Dinge oder durch das Festhalten des Vorzeltes. Nach dem der Sturm zu Ende, kam es wie es sich jeder Dachte. Das weitere Rennen wurde auf Grund der heftigen Regenfälle abgesagt, da ganz Werlte buchstäblich unter Wasser stand. Da schon drei von vier Vorläufen statt fanden, wurden diese Läufe komplett gewertet. Somit waren wir im Gesamtklassement auf dem 5. Platz, da aber zwei ausländische Gespanne vor uns waren, waren wir an dem Abend auf dem 3. Platz hinter Team Brandhofer (Platz 2) und Team Venus (Platz1). Auch wenn der Abend, durch Motorplatzer und Wetter, nicht wie erwünscht verlief, sind wir dennoch Stolz, da wir uns zu den besten 3 deutschen Gespann Teams zählen können und dürfen.

Unter erschwerter Sicht

Am 16.07. fand das Rennen in Osnabrück mit mäßigem Wetter statt. Wie immer waren wir heiß auf das Rennen und voll konzentriert. Das Training lief recht gut für uns, doch trotz allem mussten wir einige Feinheiten an unserem Motorrad abstimmen. Da einige Gespann Teams abgesagt hatten, war es an diesem Tag immer das selbe Fahrerfeld mit 5 Gespannen. Im ersten Lauf fuhren wir an vierter Position durch das Ziel, da wir den Start nicht optimal erwischt haben und die Sicht durch den dichten Staub extrem erschwert war. Heat 2 und 3 liefen dann etwas besser für uns und wir fuhren jeweils 3 Punkte in diesen Läufen ein. Während des vierten Heat merkten wir, dass mit unserem Motor etwas nicht stimmte, da uns immer mal wieder die Leistung weg blieb. Somit erreichten wir in diesem Lauf nur Platz 4. Vor dem Endlauf haben wir dann abermals Änderungen an unserem Motorrad vorgenommen, da wir mit unserer Tagesleistung nicht all zu zufrieden waren. Und das hatte sich dann auch ausbezahlt. Der letzte Heat des Tages sollte wohl für alle der spannendste werden. Heiße Fights, eng aneinander fahrende Gespanne, doch zum Schuss konnten wir den letzten Lauf mit einem Sieg beenden. Somit waren wir mit 15 Punkten, 4 Punkten weniger als der erst platzierte, auf Rang vier des Gesamtwertung.

EM Finale Tayac

Am 08. Juli fand dieses Jahr die Europameisterschaft in Tayac Südfrankreich statt. Eigentlich sollte das Rennen am 01. Juli stattfinden, musste aber auf Grund von dauerhaften Regenfällen um eine Woche verschoben werden. Nun war es  soweit. Am Nachmittag zwischen 15 Uhr und 17 Uhr fand das Training bei immer noch sehr heißen und schwülen Temperaturen statt. Die Bahn selber war kurz und glatt und es lag nur wenig Material auf der Strecke, dass man nutzen konnte. Wir tasteten uns im Training langsam an die Strecke heran, merkten aber bald, dass diese Bahn nicht zu unserem Liebling wird. Trotzdem feilten wir an uns selber und auch am Motorrad, um diese Strecke für uns zu bändigen. Beim Startband Training lief es dann auch nicht schlecht für uns. Wir konnten das Tempo gut mithalten, allerdings waren wir immer noch nicht zufrieden, mit unserer Feinabstimmung. Der Nachmittag verstrich und der Abend kam. Gegen 20:30 Uhr begann dann der erste Heat, in dem wir gleich mit dabei waren. Wir kamen als erste vom Start weg, allerdings ging es in der ersten Kurve so eng zu, dass wir auf den Rang 3 zurückgefallen sind. Im 2. Lauf hatten wir dann leider technische Probleme. Der zweite Gang wollte nicht einspringen und so mussten wir leider als letzter durchs Ziel. In Heat 3 fuhren wir den dritten Platz ein. Dann kam der vierte Heat. Die Bahnverhältnisse haben sich im Laufe des abends verändert und die Bahn wurde immer glatter. So passierte es, dass wir im 4. Lauf einen Quersteher hatten und uns leider in diesen kurzen Sekunden, ein anderes Gespann hinten rein gefahren ist. Uns beiden Teams ist nichts passiert, allerdings wurden wir für diesen Lauf leider Disqualifiziert. Somit hatten wir nur 2 Punkte eingefahren und im Gesamtklassement den 11. Platz von 12 eingefahren. Wir hatten uns zwar ein klein wenig mehr erhofft, sind aber trotzdem Stolz auf uns. Es ist unser erstes Jahr in der internationalen Klasse, wir haben das Semi Finale in Wimborne (England) mit dem 1. Platz abgeschlossen und durften in unserem ersten Jahr gleich an einer Europameisterschaft teilnehmen und konnten das Tempo der anderen gut mithalten. Wir nehmen nur positives aus dem Rennen mit, denn wir haben vieles dazu gelernt, über uns selber, das Team und auch das Motorrad.

An diese Stelle möchten wir uns auch recht herzlich an alle bedanken, die uns immer Tatkräftig unterstützen und an uns glauben. Ob an Ort und Stelle oder von zu Hause aus. Ohne Euch wäre vieles nicht möglich und wir hoffen weiterhin auf Unterstützung und eure gedrückten Daumen 😉